Google Aktie: Gefahr der AdBlocker

Google Aktie

Google ist mit großem AbstandAndroid_robot.svg Marktführer im mobilen Werbemarkt. In diesem Markt stehen Google große Herausforderungen bevor. Konkurrenten wie Facebook schalten die mobile Werbung direkt in ihren Apps, während Google auf standartisierte Werbung in Websiten und Apps angewiesen ist. Dieser schnell wachsende Markt wird in Zukunft von dem im Desktopbereich bereits allgegenwärtigen Adblock Plus und anderen Werbeblockern bedroht.

AdBlock Plus testet gerade einen Werbeblocker für mobile Androidgeräte. Verlage, die ebenfalls unter Werbeinbußen von Werbeblockern leiden haben schon versucht gegen AdBlock Plus vorzugehen. Jedoch hat das Landgericht Hamburg hat im April das Nutzen von Werbeblocken für zulässig erklärt.

Google (GOOG) verbannte die AdBlock Plus App im März 2013 aus seinem Play Store. Die neue Beta-Version des AdBlock-Browsers steht jedoch im Playstore zur Verfügung. Der AdBlock Browser wurde für Kunden entwickelt, die technisch nicht versiert genug sind um sich Plug-Ins im mobilen Chrome oder Firefox zu installieren. Werbung wird per Voreinstellung ausgeblendet und erhöht so die Ladegeschwindigkeiten auch von Desktop-Seiten erheblich.

Europäische Mobilfunkanbieter planen außerdem Werbung von vornherein nicht durchzulassen und sich für das Übertragen von Werbung bezahlen zu lassen. Der Trend ist klar: Firmen wie AdBlock Plus und Netzbetreiber wollen etwas vom schnell wachsenden Kuchen mobiler Werbemarkt abhaben.

Selbst wenn Google die AdBlock Plus App in dem PlayStore verbietet, können Mobilfunkanbieter Apps, welche nur eigene Werbung durchlassen auf den von ihnen vertriebenen Geräten vorinstallieren oder Werbung direkt in Ihren Datacentern filtern und somit auch die von ihnen übtragenen Daten vermindern.

Google ist der größte Profiteur des schnell wachsenden mobilen Werbemarkts. Besonders in Europa wachsen die Umsätze mit mobiler Werbung rasant an. Hochrechnungen von eMarketer haben ergeben das 2019 70% des Online-Werbemarkts über mobile Werbung umgesetzt wird. Diese Entwicklung könnte nun von Adblockern ausgebremst werden. Das in London sitzenden Unternehmen GlobalWebIndex hat herausgefunden, dass mittlerweile 3 von 10 Androidnutzern in Europa AdBlock-Software auf ihren mobilen Geräten genutzt haben.

Google führt den mobilen Werbemarkt bei weitem an und ist daher auch am stärksten von mobilen Adblockern betroffen.

Bild 1: Werbeumsätze Google und Facebook 2011 bis 2014Google Aktie

Bild 2: Kursentwicklung Google Aktie der letzten 6 Monate:GOOG

Google befindet sich seit über 6 Monaten in einer Seitwärtsbewegung.

Algorithmus-Prognose

Wie in Bild 3 deutlich zu erkennen ist, hat der Algorithmus für Google (GOOG) schwache Signale nahe dem Wert Null für Zeithorizonte von einem Monat bis zu einem Jahr errechnet. Die errechneten Signale für Yahoo (YHOO) sind hingegen weiterhin äußerst bullish. Warum Yahoo sich außergewöhnlich gut entwickeln könnte haben wir bereits letzte Woche beschrieben. 

Hier können Sie nachlesen worauf der Algorithmus basiert.

Bild 3: Algorithmusprognose vom 25.5.2015
Google Aktie

Der Algorithmus gibt zwei Werte aus.heatmap_german Ein Signal (in der Mitte der Box), dass die stärke der Entwicklung der Aktie nach oben oder unten angibt und einen Berechenbarkeitswert (unten in der Box), der angibt wie treffend der Algorithmus in der Vergangenheit die Entwicklung für diesen Wert prognostiziert hat.

Hier erhalten Sie mehr Informationen über die Funktionsweise von Algorithmusprognosen und ein Video zur Erklärung der Heatmap.

I Know First ist ein Finanztechnologiedienstleister, der Prognosen für Aktien aber auch andere Finanzprodukte auf basis großer Datenmengen mit einem Algortihmus erstellt. Der Algorithmus greift auf eine Datenbank mit über 2000 Finanzwerten und deren Kursentwicklungen der letzten 15 Jahre zu. Die Datenbank beinhaltet Aktien, Indizes, ETF’s, Währungen und Rohstoffpreise. Der Algorihmus analysiert die Beziehungen zwischen all diesen Märkten und Werten und erstellt daraus täglich aktualiserte Prognosen für 6 verschiedene Zeitspannen von 3 Tagen von bis zu einem Jahr.

Falls Sie Interesse an unseren Prognosen oder Fragen zum Algorithmus haben kontaktieren Sie uns gerne unter support@iknowfirst.de.

Eine Übersicht über unsere Prognosepakete können Sie hier einsehen.

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